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Lebensmittelrückrufe - Auslöser und Absicherung

2016-08-02 11:12
Täglich kommt es in Deutschland zu Lebensmittelrückrufen. Wir haben die wichtigsten Auslöser zusammengefasst und stellen Ihnen versicherungstechnische Absicherungsmodelle vor.
 
I. Rückrufe
 
Ca. 100 öffentliche Rückrufe/Jahr
2012: 83
2013: 75
2014: 107
2015: 100
 
Lebensmittelunternehmen müssen unsichere Produkte der Lebensmittelüberwachung melden (§ 44 Abs. 4 LFGB, dadurch mehr Rückrufe; Transparenz und Veröffentlichung in den Medien). Informationspflicht gilt auch für Labore (§ 44 a LFGB). Behörden müssen Rückrufe veröffentlichen.
 
Veröffentlichtung erfolgt auf der Internetseite: http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/start/bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.ss_aktuelle_warnungen
 
Insgesamt sind die Rückrufe aus Lägern ungleich höher (bis zu 100/Tag; betrifft Ware, die noch nicht zum Verkauf ansteht).
 
1. Unsichere Lebensmittel
 
a. Gesundheitsgefahren (Art. 14 (2) der VO 178/2002) - Beispiele aus der Praxis
  • Glassplitter und andere Fremdkörper
  • Bakterien (Listerien), Salmonellen, etc.
  • Allergene und deren Nichtdeklaration
  • Kontaminanten und Pestizide (Überschreitung der Höchstwerte, Schwermetalle, Aflatoxine, Mineralien, etc.)
  • Blausäure
  • Gärungsaufbau in  Fruchtsäften (Druckaufbau in Flaschen)
  • Nachgärung von Weinen (Überdruck in den Flaschen und Gefahr des Platzens)
b. Verzehrstauglich, aber für den Menschen inakzeptabel (Art. 14 Abs. 2 der VO 178(2002)
  • Schiimmel
  • Überschreitung von Benz(o)pyren (im Vergleich zu anderen Produkten auf dem Markt), etc,
  • Verunreinigung mit Hefen, etc.
Auslöser
  • Verbraucherbeschwerden
  • Beanstandungen
  • Eigene Feststellung
  • Verbaucherorganisationen (Tests)
2. Versicherbare Kosten
 
Rückrufkosten z. B.
  • Benachrichtigungskosten
  • Transportkosten 
  • zusätzliche Personal-/Untersuchungskosten
Entgangener Bruttogewinn
  • Verlust von Folgeaufträgen
Ersatz der Anschaffungs- und Herstellungskosten
 
 
Rehabilitationskosten
  • Werbung
  • Verkaufsförderung/ Wiedereinführung der Produkte
  • Wiedererlangung des Regalplatzes
Krisenberatungskosten, d.h. Honorar und Auslagen der deklarierten Krisenberater im Schadenfall
 
3. Deckungssumme
 
Die gewünschte Deckungssumme wird von dem Versicherungsnehmer festgelegt und auf die gewünschten zu versichernden Posten umgelegt.
 
4. Beiträge
 
Aus der gewünschten Deckungssumme, den zu versichernden Posten und dem Risikopotential (Sparte des Untermehmens/Poroduktgattungen errechnet die Versicherugn dann die Beiträge.
 
Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den nachfolgenden Link verwiesen.

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